Erholsame Nachtruhe

MODERNES LEBEN | Artikel vom 29.05.2015 | Text von Redaktion

Erholsame Nachtruhe


Abendruhe  |  Foto © Redaktion

Schlaf hat einen enormen Einfluß auf unser Wohlbefinden. Jeder kennt das unbeschreibliche Gefühl nach einer gut durchgeschlafenen Nacht. Man geht voller Energie und Elan in den Tag. Leider plagen sich viele Menschen mit Schlafproblemen und können dieses Gefühl nicht jeden Tag erleben. Doch es gibt einiges was man vorbereitend tun kann um entspannt einzuschlafen und ausgeruht aufzuwachen.

 

1. Genügend Zeit einplanen

Die meisten Menschen wissen wieviel Schlaf sie benötigen um erholt aufzuwachen. Im Durchschnitt sind das ca. 6-8 Stunden pro Nacht. Damit diese Zeit auch zur Verfügung steht, sollte man früh genug ins Bett gehen. Eventuell stellt man sich einen „Nacht“ Wecker, der einen daran erinnert sich schlafen zu legen.

 

2. Richtig Ernähren

Eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung begünstigt den Schlaf und Wach Rhythmus. Abends sollte man sich nicht mehr den Bauch voll schlagen, aber ein leerer Magen kann auch zu Schlafproblemen führen. Um einer nächtlichen Heißhunger Attacke vorzubeugen, können vor dem Schlafen Nahrungsmittel wie Naturjoghurt, Obst oder Mandeln helfen. Sie sättigen ohne schwer im Magen zu liegen. Alkohol und anregende Getränke sollten abends reduziert werden. Beim nächtlichen Erwachen sollte keiner zum Kühlschrank wandern.

 

3. Bewegung und frische Luft

Wer sich am Tag genug körperlich bewegt und das im besten Fall noch an der frischen Luft ist auch abends müde. Kurz vor dem Schlafengehen aber keinen Sport mehr treiben, das kurbelt den Kreislauf an und der Körper findet schlechter in die Ruhephase. Ein Abendspaziergang kann jedoch Wunder wirken.

 

4. Schlafhygiene

Die Temperatur des Schlafzimmers sollte unter 20 Grad liegen. Am Besten rechtzeitig lüften, damit man nachts frische Luft einatmen kann. Der Raum sollte leise sein und an einem ruhigen Ort liegen. Zur Not tun es auch Ohrstöpsel. Ob hell, dunkel, Matratze hart oder weich muss jeder selber entscheiden. Hauptsache man fühlt sich wohl.

 

5. Wohlfühl Atmosphäre

Im Schlafzimmer sollte nichts vom Schlafen und Entspannen ablenken. Ein sauberes, aufgeräumtes Zimmer mit schönen Farben und angenehmen Licht lädt zum Entspannen ein. Eigentlich braucht man im Schlafzimmer nur ein Bett, alles andere ist überflüssig. Elektrogeräte wie Fernseher haben hier nichts zu suchen und der Platz unter dem Bett sollte nicht als Stauraum benutzt werden. Wenn man sich in seinem Schlafzimmer nicht wohl fühlt, ist es ratsam sich zu fragen, was man daran ändern kann.

 

6. Regelmäßigkeit

Nach Möglichkeit sollte man jeden Abend zur selben Zeit ins Bett gehen und zur selben Zeit aufstehen. Auch am Wochenende und in den Ferien. Nach ca. zwei Wochen gewöhnt sich die innere Uhr an den Rhythmus und das Einschlafen bzw. Aufstehen fällt leichter. Wenn man am Wochenende lange schläft und montags wieder früh raus muss ist das wie ein kleiner Jet Leg. Immer wiederkehrende Rituale vor dem Schlafen können helfen in die richtige Stimmung zu kommen.

 

7. Einschlafhilfen

Abends sollten keine aufregenden Tätigkeiten mehr erledigt oder persönliche Probleme gewälzt werden. Sonst kann man schlecht abschalten. Den Tag noch einmal in Gedanken durchgehen kann helfen sich innerlich auf die Nachtruhe vorzubereiten. Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist, Socken im Bett helfen gegen kalte Füße und viele schwören auf warme Milch mit Honig. Auch ein warmes Bad, lesen oder Musik hören kann schläfrig machen. Manche denken sich Geschichten aus oder zählen monoton Schäfchen.

 

8. Keinen Stress machen

Probleme aus dem Alltag verursachen Stress und lassen einen auch abends schlechter abschalten. Dinge, die einen im Bett beschäftigen können schriftlich notiert werden. So befreit man seinen Geist von mentalem Ballast und Sorgen können besser los gelassen werden. Zum Entspannen hilft die Vorstellung, dass negative Gedanken an Sachen oder Personen keinen Zutritt ins Schlafzimmer haben. Nachts ist der Geist im Schlafmodus und man denkt nicht so rational wie am Tag. Daher kann durch nächtliches grübeln keine Problemlösung erfolgen. Der Blick ist meist nicht weit genug zu überblicken, dass es viele Lösungen gibt.

 

9. Schlafstörungen

Schlaf kann man nicht erzwingen. Wer nachts nicht mehr einschlafen kann, sollte das Licht anmachen und sich zum Beispiel mit einem Buch ablenken. Im Besten Fall jedoch aufstehen, sich auf das Sofa legen oder ermüdenden Tätigkeiten nachgehen bis man genug Müdigkeit verspürt. Man sollte sich nicht selber damit unter Druck setzen wieder schnell ein zuschlafen, das macht es nur schlimmer. Nachts auf keinen Fall auf die Uhr schauen, die Zeit wird anders gefühlt als sie vergeht.

 

10. Keine Schlafmittel

Verschiedene auf dem Markt erhältliche Schlafmittel sind keine Lösung, denn sie überdecken das eigentliche Problem nur. Außerdem können einige bei längerer Einnahme abhängig machen. Dann lieber einmal schlecht schlafen. Man sollte den Schlaf aber nicht am Tag nach holen. Sonst ist man abends wieder nicht müde genug. Meist übersteht man einen Tag danach besser als man glaubt. Wenn man das Urvertrauen in die biologische Selbstständigkeit des Schlafes zurück gewinnt, kommt er meist von alleine.