Schule im digitalen Zeitalter

BILDUNG | Artikel vom 01.04.2016 | Text von Redaktion

Schule im digitalen Zeitalter


Schultafel | Foto © Redaktion

Das Thema Bildung ist eine große Herausforderung unserer heutigen Zeit. Welches Wissen muss Kindern vermittelt werden damit sie in einer digitalisierten Welt mit neuen Berufsfeldern und Ansprüchen optimal vorbereitet sind? Braucht es in Zukunft noch Fächer wie Mathe, Deutsch, Sport und Religion oder macht es mehr Sinn fächerübergreifende Projekte anzubieten?

 

Schule und Lernen sind Themen bei denen wir alle mitreden können, schließlich hat jeder von uns lange die Schulbank gedrückt. Zuerst die Grundschule, dann die weiterführenden Schulen und später vielleicht die Universität. Auf wieviel Wissen können wir bei diesem enormen Zeitinvestment wirklich zurückgreifen und was wurde nur für Klausuren gelernt um es direkt danach wieder zu vergessen?

 

Vieles wurde deshalb vergessen, weil man es nie brauchte! Manches aber auch, weil man es in der Schule schon nicht richtig verstanden hat. Doch was läuft eigentlich falsch? Historisch betrachtet ist unser heutiges Bildungssystem ein Relikt vergangener Jahrhunderte und es schwingt immer noch ein Stück preussische Disziplin mit. Früher war die Schule eine Institutionen, die alle Schüler in ein Raster sortierte und nicht die Kreativität des Einzelnen förderte.

 

Doch die heutigen Anforderungen sind andere und es muss der Frage nachgegangen werden welche Inhalte vermittelt werden sollen. Wie lernen junge Menschen überhaupt? Kinderpsychologen, Psychiater, Hirnforscher und viele weitere Experten sind gefordert, damit diese zehntausend Stunden Schulzeit effektiv genutzt und Kinder auf ihren eigenen Wegen optimal gefördert werden.

 

Viele Berufe werden in Zukunft in Folge der Digitalisierung wegfallen. Neue Aufgaben, von denen wir noch nicht wissen welche es sind, entstehen. Die meisten Arbeiten werden durch Computer und Roboter ersetzt. Für die wenig übrig bleibenden Bereiche wird eine hohe Kreativität gefragt, denn diese kann, zumindest nach unserem heutigen Stand, noch nicht von der Technik übernommen werden.

 

Wir lernt eine Generation, die mit moderner Technik aufwächst und wie kann diese Technologie zur Wissensvermittlung eingesetzt werden? Aus dem Internet kennen wir bereits sehr gut gemachte Tutorials und Lernprogramme. Diese sind nicht nur von Erwachsenen sondern auch von jungen Menschen gemacht, die altersmäßig näher an den Schülern dran sind und von ihnen ernst genommen werden.

 

Fächer bei denen aus Erfahrung viele Schüler phasenweise abschalten, können durch die neue Technik ganz anders aussehen. Für Mathematik gibt es bereits Lernsoftware mit der sich Kinder und Jugendliche den Unterrichtsstoff selber aneignen. Die Lehrer werden entlastet und können die gewonnene Zeit zur individuellen Betreuung der einzelnen Schüler nutzen. Das setzt jedoch eine andere Lehrerausbildung voraus...

 

Kinder sind das Wichtigste das wir haben und wir müssen uns Gedanken darüber machen wie wir Chancengleichheit für alle schaffen und in welche vertrauens- und verantwortungsvollen Hände wir sie geben damit sie später als Erwachsene in der Lage sind ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.