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Ranga Yogeshwar: "Die Dinge dürfen uns nicht egal sein!"

Ranga Yogeshwar

Ranga Yogeshwar im Gespräch | Foto © Studio157

Mit „Quarks & Co“ moderiert Ranga Yogeshwar eine der erfolgreichsten wissenschaftlichen Sendungen im deutschen Fernsehen. Er vermittelt lehrreich und gut verständlich technische sowie naturwissenschaftliche Themen. Gezeigte Experimente führt der 57-jährige oft im Selbstversuch durch. Neben den vielen komplexen Themen kommen jedoch auch Alltagsfragen nicht zu kurz. Wir treffen den ambitionierten Physiker, Wissenschaftsjournalisten und Moderator in seinem Büro in der Nähe von Köln und sprechen mit ihm über die Digitalisierung.

 

Herr Yogeshwar, welche technischen Innovationen werden in den nächsten fünf Jahren unser Leben revolutionieren?

 

Es werden immer mehr Sensoren in Apparate eingebaut, die viele verschiedene Impulse erfassen. Die eigentliche Revolution liegt darin, dass die daraus resultierenden Daten intelligent verarbeitet werden. In unseren Häusern gibt es zum Beispiel Schalter und Heizungen. Noch sind diese entkoppelt, aber in den nächsten Jahren werden wir erleben, wie diese Dinge zusammenwachsen und eine eigene Intelligenz entwickeln. Das ist nicht nur deshalb spannend, weil man Heizkosten minimieren kann, sondern auch, weil die Konsequenzen weit über dieses Beispiel hinausgehen. Schon jetzt hat jedes Handy einen Bewegungssensor, Positionsdaten und viele weitere Features. Darin steckt das Potential, unsere Verhaltensweisen und somit Informationen zum Beispiel für den medizinischen Bereich abzulesen. In den nächsten fünf Jahren wird es möglicherweise die ersten Apps geben, die sagen, dass man zum Arzt gehen soll, weil man zum Beispiel Parkinson bekommt.

 

Sie haben selber einen 3D-Drucker aus Einzelteilen zusammen gebaut. Werden wir demnächst alle einen besitzen?

 

3D Drucker werden ein wenig anders kommen, als viele sie prognostizieren. Ich glaube nicht, dass man mit einer Selbstverständlichkeit einen 3D Drucker zu Hause haben wird. Es wird ähnlich, so wie es Copyshops gibt, 3D-FabLabs geben, in denen man Dinge ausdrucken kann. In der Technik stellen sie jedoch eine neue Möglichkeit dar, extrem spezialisierte Produkte günstig zu produzieren. Schon jetzt können Teile einer Flugzeugturbine gedruckt und dadurch etwa 60 Maschinenschritte eingespart werden. Als große Produktionstechnik werden sie zwar überschätzt, aber sie sind revolutionär, wenn es darum geht Massenanfertigungen herzustellen, bei denen jedes Produkt anders ist.

 

 

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Zur Person:

Ranga Yogeshwar wurde 1959 in Luxemburg geboren. Er ist Physiker, Wissenschaftsjournalist, Moderator und Autor. Nachdem er bei verschiedenen Verlagen gearbeitet hatte, kam er Anfang der 80er zum Hörfunk und Fernsehen. Er moderiert seitdem zahlreiche Sendungen unter anderem die Wissenschaftssendung „Quarks & Co“ im WDR und „Die große Show der Naturwunder“ in der ARD. Öffentlich nimmt er an Experimenten teil und vermittelt einem breiten Publikum auf leicht verständliche Weise wissenschaftliche und technische Themen. Mit seiner Frau und seinen vier Kindern lebt er in der Nähe von Köln.