Minimalismus als Lebensstil

Modernes Leben | Artikel vom 17.03.2017 | Text von Redaktion

Minimalismus als Lebensstil


Minimalismus als Lebensstil | Foto © Redaktion

In unserer komplexen und schnelllebigen Welt fühlen sich immer mehr Menschen orientierungslos. Obwohl wir heute scheinbar alle Freiheiten besitzen, sind die meisten nicht glücklicher, sondern von den vielen Optionen überfordert. Eine Alternative zur konsumorientierten Gesellschaft, die sich durch ständigen Wachstum und materiellen Wohlstand definiert, bietet der Minimalismus. Aus der bildenden Kunst oder der Architektur ist vielen die gleichnamige Stilrichtung bekannt. Als Lebensstil kann er helfen sich wieder auf die einfachen Dinge zu konzentrieren und seinen Alltag achtsam sowie nachhaltig zu gestalten.

 

Viele Minimalisten beginnen zunächst damit ihr Leben von unnötigen materiellen Gütern zu befreien. Das Wesentliche und die eigenen Wünsche rücken dadurch stärker in den Fokus. Wer weniger kauft besitzt mehr Geld, oder kann es sich leisten weniger zu arbeiten. Es steht wieder Zeit zur Verfügung, die viele Minimalisten nutzen um sich mit Themen wie Umweltweltschutz, Nachhaltigkeit, bewusste Ernährung aber auch aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen auseinander zu setzen. Ganz nach dem Motto: Wer weniger braucht kann wieder mehr erschaffen!

 

Die folgenden fünf minimalistischen Blogs beschäftigen sich aus unterschiedlichen Ansätzen heraus, intensiv mit dem Thema Minimalismus und klären ausführlich über eine achtsame und nachhaltige Lebensweise auf. Sie geben Tipps wie der Minimalismus als Werkzeug eingesetzt werden kann sich von Verschwendung und Konsum zu befreien, um wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

 

                                  Minimalismus leben                                       

Michael Klumb war vor fünfeinhalb Jahren einer der ersten, der einen deutschsprachigen Blog zum Thema Minimalismus ins Leben gerufen hat. Auf „Minimalismus leben“ gibt der Optiker aus Bergisch Gladbach seine eigenen Erfahrungen weiter. Die interessierten Leserinnen und Leser erhalten viele praktische Tipps wie sie mehr zu sich finden, Dinge klarer sehen können und sich von überflüssigem Ballast befreien. Michael zählt sich selber nicht zu den extremen Minimalisten, die mit weniger als hundert Dingen auskommen. Für ihn hat die Beschäftigung mit Minimalismus dazu geführt mehr im Moment zu leben. Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit den Themen, die nach dem Entrümpeln in den Vordergrund treten, wie Achtsamkeit im Alltag und das Hinterfragen von Werten. Seit 2012 organisiert er jährliche Treffen für alle, die sich nicht nur online austauschen möchten. Letztes Jahr fanden sich bereits 130 interessierte Teilnehmer zusammen. In Köln hat er außerdem einen Stammtisch ins Leben gerufen, der regelmäßig stattfindet.

 

Homepage: www.minimalismus-leben.de

Sreenshoot © Michael Klumb | Foto © santypan - Fotolia.com

 

 

                                          Mama denkt                                            

Rachel Suhre startete ihren Blog „Mama denkt“ als Selbstversuch, dann wurde er zur Herzenssache. So beschreibt sie ihr Projekt selber und wer auf ihrer Homepage landet, kann dies nach kurzer Zeit bestätigen. Als Mutter von drei Kindern macht sie sich viele Gedanken über einen bewussteren und reduzierteren Lebensstil, der mit einer Familie ganz andere Herausforderungen und Veränderungen mit sich bringt. Doch es sind nicht nur die Gedanken, die Rachel antreiben, sondern vor allem der Wunsch und der Tatendrang sie in Handlungen umzusetzen. Ihre Artikel beschäftigen sich mit Minimalismus, Achtsamkeit, Verantwortung und Zivilcourage. Durch das Reduzieren von ablenkenden Besitztümern hat sich ihr Blick auf die Welt verändert und für das Wesentliche geschärft. Ihr Familienleben rückte stärker in den Fokus. Nachhaltigkeit, Autofreie Tage, ein Leben ohne Plastik und Müllvermeidung folgen. Ihren Kindern lebt sie Minimalismus vor, lässt ihnen aber die Freiheit, selber zu entscheiden wie sie leben möchten. Neuerdings bietet Rachel auch Workshops, Seminare und Events zu diesen Themen an, sowie Outdoor-Aktivitäten für Klein- und Schulkinder.

 

Homepage: www.mamadenkt.de

Screenshoot © Rachel Suhre

 

 

                                             Minimalkonzept                                             

Auf „minimalkonzept“ schreibt Huong Tran über minimalistische Lebenskunst, Green Living und alle Lebensbereiche mit denen sie sich in Bezug auf Minimalismus in den letzten zehn Jahren auseinander gesetzt hat. Die Suche nach dem guten Leben ist ihre Priorität. Dabei stellt sie sich die Fragen: Wem oder was sie ihre wertvollsten Ressourcen wie Zeit, Geld und Energie widmen soll? Erlebnisse, Menschen und erfüllende Tätigkeiten anstatt materielle Dinge sind es, die sie zufrieden machen. Wie bei den meisten Minimalisten fing auch bei Huong alles mit Ausmisten und Entrümpeln an. Nachdem sie sich ausgiebig mit ihrem Kleiderschrank beschäftigt hatte, rückten bewusster Konsum, das Thema Geld und Nachhaltigkeit in den Fokus. Aus ihrer Beschäftigung mit gesunder Ernährung entstand dann ihr Buch „Die Minimalismus-Diät – Wie du satt und glücklich abnimmst, wenn du alles überflüssige loslässt“. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Frage nach dem richtigen Wohnraum.

 

Homepage: www.minimalkonzept.de

Sreenshoot © Huong Tran

 

 

                         Die Entdeckung der Schlichtheit
                       

Durch seine persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Experimente inspiriert Daniel Siewert die Leserinnen und Leser wie sie durch Minimalismus und Schlichtheit ein einfaches und gutes Leben führen können. Seine Texte kreisen um Konsumkritik, Umweltschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Außerdem widmet er den Bereichen Geld und Finanzen eine große Aufmerksamkeit sowie seiner Leidenschaft der Psychologie. Aus älteren Artikeln seines Blogs „Die Entdeckung der Schlichtheit“ ist mittlerweile ein E-Book mit gleichnamigem Titel entstanden.Daniel möchte in einer unübersichtlichen Zeit Orientierung geben und aufzeigen wie Minimalismus helfen kann, mehr Zeit und Geld zur Verfügung zu haben. Seine Texte regen zum Nachdenken an und beinhalten viele Tipps für ein besseres und glücklicheres Leben.

 

Homepage: www.schlichtheit.com

Sreenshoot © Daniel Siewert | Foto © Roman Mager | unsplash.com

 

 

                                           Fräulein Ordnung
                                          

Als „Fräulein Ordnung“ hilft Denise Colquhoun bereits seit dem Jahr 2011 anderen Menschen dabei wieder Ordnung und Struktur in ihre Räume und den Alltag zu bringen. Diese Idee kam ihr, nachdem sie Anfang 2011 einen Artikel über „Professional Organizer“, einem Berufszweig aus Amerika, gelesen hatte. Sie machte sich kurzerhand mit dieser Dienstleistung selbstständig und startete nur wenig später ihren Blog. Mittlerweile hat sie unzählige Kleiderschränke, Küchen, kleine Räume und natürlich auch komplette Häuser aufgeräumt und strukturiert. Durch das Minimalisieren von Möbeln und materiellen Gegenständen lenkt sie den Blick ihrer Kunden wieder auf das Wesentliche. Diese können daraufhin mit viel Energie die veränderten Räume mit neuen Ideen füllen. Denise teilt ihre Tipps und Erfahrungen aus den letzten sechs Jahren regelmäßig auf ihrem Blog und ist darüber hinaus vielen bereits aus Zeitungs- und Fernsehberichten bekannt.

 

Homepage: www.fraeulein-ordnung.de

Sreenshoot © Denise Colquhoun