agora42 - das philosophische Wirtschaftsmagazin

Philosophie Artikel vom 19.05.2017 | Text von Redaktion

agora42 - Das philosophische Wirtschaftsmagazin


Aktuelle Ausgabe agora42 - Digitalisierung | Foto © agora42

Alternativen ins Blickfeld rücken, die vorhanden sind, jedoch nicht als solche wahrgenommen werden. Das ist die Aufgabe, die sich das philosophische Wirtschaftsmagazin agora42 stellt. In

einer komplexen Welt möchten die Herausgeber den Lesern neue Perspektiven aufzeigen und Orientierung bieten. Natürlich braucht es eine gute Idee um ein neues Magazin am Markt zu etablieren. Mit der auf den ersten Blick ungewöhnlichen Kombination von Philosophie und Wirtschaft, ist es den Machern der agora42 jedoch gelungen, sich einen Platz im Zeitschriftenregal zu erobern.

 

Als das Magazin im Jahr 2009 von Wolfram Bernhardt und Frank Augustin gegründet wurde, trug es noch den Untertitel – Ökonomie, Philosophie, Leben. Kopfschütteln war die Reaktion. Wie können Philosophie und Ökonomie nur zusammenpassen? Während die Philosophie versucht die Welt zu deuten, ist die Ökonomie längst zu einem großen Teil unseres Lebens geworden. Die Welt zu verstehen heißt auch, sich mit wirtschaftlichen Themen auseinander zu setzen. Das Motto der agora42 lautet deshalb: „Wirtschaft ohne Philosophie ist möglich aber sinnlos.“

 

In den letzten Jahrhunderten wurde meistens darüber diskutiert, welche Gesellschaftsform die Beste ist. Im Gründungsjahr der agora42 wurde längst jene als die beste angenommen, die der Ökonomie am meisten nutzt. Und ökonomische Ziele sind, ohne dass wir es großartig bemerkt haben, zu unseren eigenen geworden. Durch die Finanzkrise geriet jedoch alles, was bis dahin sicher schien, ins Wanken. Seitdem versuchen die Herausgeber die Widersprüche der wirtschaftlichen Denkweise aufzudecken und zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Die Redaktion der agora42 ist davon überzeugt, dass sich der Sinn und Zweck des Wirtschaftens neu bestimmen und gestalten lässt.

 

Das philosophische Wirtschaftsmagazin beschäftigt sich mit Themen wie Wohlstand, Wissen, Wachstum, Gerechtigkeit, Fortschritt, Nachhaltigkeit, Arbeit und Freiheit. Nachhaltige Veränderungen der Wirtschaft und unserer Gesellschaft können jedoch nur realisiert werden, wenn man die nötigen Kontexte und Grundannahmen versteht. Die agora42 thematisiert diese nötigen Zusammenhänge, stellt sie dar und liefert dem Leser Hintergrundwissen und wichtige Informationen. Es bringt nichts, wenn immer nur ein bißchen an den Rädern gedreht und darauf gehofft wird, dass sich alles automatisch zum Guten wendet. Agora42 steht deshalb für pure Praxis und handelt ganz nach dem Zitat von Hegel: „Ist erst das Reich der Vorstellungen revolutioniert so hält die Wirklichkeit nicht aus.“

 

Im antiken Griechenland fanden auf der Agora, dem Markplatz, politische, juristische und philosophische Versammlungen statt, die einen bedeutenden Schritt zur Entwicklung der Demokratie beitrugen. Die Zahl 42 spielt in Douglas Adams „The Hitchhikers’s Guide to the Galaxy“ eine große Rolle. Sie ist die errechnete Antwort des Supercomputers Deep Thought auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Jedoch fügt er hinzu, dass die Frage nicht präzise genug gestellt war. Es müssen also zunächst die richtigen Fragen gestellt werden, damit die Antworten weiterhelfen und überhaupt verstanden werden können.

 

Die einzelnen Hefte, die sich eher wie ein Buch als ein Magazin lesen, definieren jeweils einen Themenschwerpunkt. Verschiedene Autoren aus den Bereichen der Gesellschaftswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften wirken mit und in Interviews kommen Experten ausführlich zu Wort. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Digitalisierung. Weitere Informationen über die agora42, Bestelloptionen, sowie einen Einblick in die neue Ausgabe finden Sie auf der Homepage.

 

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