Interview mit Yves Bossart

Interviews Philosophie 09.06.2017 | Text von Redaktion

Yves Bossart: "Wir müssen lernen, zu zweifeln!"


Yves Bossart im Gespräch | Fotos © SRF | Oscar Alessio

Seit Anfang 2017 moderiert Yves Bossart abwechselnd mit Barbara Bleisch die Sendung „Sternstunde Philosophie“ im SRF und 3sat. Seine große Leidenschaft ist es, Philosophie mit dem Alltag zu verbinden. Er hält zahlreiche Vorträge und ist als Experte ein gern gesehener Gast, denn er vermittelt die großen Fragen auf verständliche Art. Mit seinem Buch „Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern“ beschäftigt sich der promovierte Philosoph mit Gedankenexperimenten. Wir treffen den 33-jährigen in einem Restaurant in Zürich. Mit Blick auf den See und die Alpen sinniert er über Gehirne im Tank, Erfahrungsmaschinen und die Digitalisierung. Es macht großen Spaß ihm dabei zu folgen.

 

Yves, du sagtest einmal, dass wir die Philosophie in turbulenten Zeiten wie heute mehr denn je brauchen. Inwiefern kann uns das Nachdenken über die großen Fragen Orientierung bieten?

 

Es gibt mehrere Gründe. Der erste Grund, warum die Philosophie derzeit boomt, ist, dass die Säkularisierung eine Lücke hinterlassen hat. Die Religion hat an Wichtigkeit verloren, trotzdem sind die Fragen noch da. Woher kommen wir, wohin gehen wir, was soll das Ganze? Diese Sinnfragen stellen wir uns und die Philosophie kann uns helfen eigenständig darüber nachdenken. Der zweite Grund ist, dass wir so viele Freiheiten haben wie noch nie. Wir können unglaublich viele Entscheidungen treffen, wie wir leben möchten. Wenn dein Vater früher Schuster war, dann wurdest du eben auch Schuster und brauchtest keine großen Entscheidungen treffen. Heute müssen wir uns fragen, wer bin ich, was ist mir wichtig im Leben, wo will ich hin? Ein dritter Grund ist, dass der ganze technologische und medizinische Fortschritt neue Möglichkeiten schafft, etwa mit sechzig Kinder zu kriegen oder zu bestimmen, ob jetzt mein Baby blaue Augen haben soll oder nicht. Das bringt lauter ethische Probleme mit sich. Philosophie dient als Orientierung in Zeiten, die sehr dynamisch sind, neue Möglichkeiten entstehen und der Halt und die Übersicht fehlen.

 

Seit Anfang diesen Jahres moderierst du die „Sternstunde Philosophie“ im SRF. Vor der Kamera führst Du mit verschiedenen Persönlichkeiten tiefgehende Gespräche. Sind Deine Gäste auch gleichzeitig deine Vorbilder?

 

Zumindest die bisherigen Gäste waren alle in gewisser Weise Vorbilder für mich. Es ist immer ein persönliches Interesse, eine Leidenschaft und Neugierde auf die Person vorhanden. Als Journalist muss man natürlich auch eine kritische Distanz haben und die Meinungen reflektieren. Schöne Gespräche sind es dann, wenn sie mich verzaubern, ich danach ein anderer Mensch bin oder anders danach lebe.

 

 

Kannst du ein Beispiel nennen, nach welchem Gespräch sich etwas bei dir verändert hat?

 

Bei Gert Scobel gab es einen solchen Moment, als er sagte, dass die Meditation lehrt, sich mit der eigenen Endlichkeit abzufinden und einen Versuch darstellt, sterben zu lernen. Darüber habe ich nachgedacht und seitdem versuche ich öfters zu meditieren. Bei Eckart von Hirschhausen fand ich die Passage über die Erkenntnisfunktion von Humor sehr erhellend. Trotz Kameras und Anspannung muss man offen sein, sich von einem Gesprächspartner berühren zu lassen. Schön sind auch die Gespräche, bei denen man spürt, dass es auch die andere Person verändert. Man fängt gemeinsam an über etwas nachzudenken und aus einem Interview entwickelt sich ein richtiges Gespräch. Das sind magische Momente.

 

Du warst maßgeblich bei „Filosofix – Philosophie animiert“ beteiligt. Dieses Format vermittelt komplexe Fragen in kurzen und unterhaltsamen Zeichentrickfilmen. Worin besteht der Sinn von solchen philosophischen Gedankenexperimenten?

 

Der Sinn besteht darin, Menschen mit Philosophie „anzufixen“, die eigentlich nichts damit zu tun haben. Wir bauen eine Rampe, bieten einen Schuhlöffel für Menschen, die keine langen und komplizierten Texte lesen möchten und trotzdem über diese Fragen nachdenken wollen. Für Jugendliche sind sie zum Beispiel sehr interessant. Die Filme sind witzig gemacht, dauern drei Minuten, sind leicht verdaulich und können einfach über die sozialen Medien verbreitet werden. Die Idee war also, ein möglichst breites, junges Publikum mit den wichtigsten Fragen des Lebens zu erreichen.

 

In deinem Buch „Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern“ erklärst du ebenfalls mit Hilfe von Gedankenexperimenten komplexe philosophische Fragen. Eines davon trägt den Titel „Gehirn im Glas“. Kannst du kurz erläutern worum es in diesem Experiment des US-amerikanischen Philosophen Hilary Putnam geht?

 

Es geht um eine skeptische Hypothese. Der Skeptizismus war in der Philosophiegeschichte eine Position, die versucht hat, an allem zu zweifeln und zu zeigen, dass wir für die meisten Meinungen keine guten Gründe haben. Der radikalste Zweifel wäre natürlich zu sagen, vielleicht ist alles nur ein Traum oder vielleicht ist die Welt ganz anders als wir sie wahrnehmen und erleben. Das Gedankenexperiment „Brain in the vat„ oder „Gehirn im Glas“ versucht genau das konkret auszudrücken. Es wird ein Szenario dargestellt, dass du beim Einschlafen betäubt wurdest. Daraufhin wurde dein Gehirn entnommen und in eine Nährlösung gesteckt. Nun ist es an einen Supercomputer angeschlossen, der es so stimuliert, dass du bestimmte Sachen erlebst. Du glaubst wach zu sein und einen Körper zu haben, bist aber nur noch ein Gehirn in einem Glas oder einem Tank.

 

 

Können wir denn überhaupt sicher sagen, dass wir keine Gehirne in einem Tank sind, oder in dem Traum eines höheren Wesens leben?

 

Ich glaube nicht, dass wir das mit absoluter Sicherheit sagen können. Wir können uns jederzeit täuschen. Diese Position heißt Fallibilismus. Trotzdem glaube ich, dass man einen Wissensanspruch erheben kann, obwohl es keine absoluten Gewissheiten im Leben gibt. Der Skeptizismus ist deswegen interessant, weil er uns lehrt die Perspektive des Gegenübers zu übernehmen und grundlegende Meinungen radikal in Frage zu stellen. Das machen wir meistens überhaupt nicht. Für die antiken Skeptiker, die Pyrrhoniker, war der Zweifel ein Weg um glücklich zu werden und Gelassenheit zu entwickeln.

 

Es gibt ein ähnliches Gedankenexperiment von Robert Nozick: „The Experience Machine“. In diese „Erfahrungsmaschine“ begibt man sich jedoch freiwillig und erlebt ein perfektes Leben. Kannst du dir vorstellen, dich an eine solche Maschine anschließen zu lassen?

 

Ich würde es auf jeden Fall für eine bestimmte Zeit ausprobieren, weil ich sehen möchte, wie gut die Illusionsmaschine funktioniert. Ich würde es auch ausprobieren, um bestimmte Erlebnisse machen zu können, die man im realen Leben nicht macht. An der Maschine kann man seinen Sehnsüchten und Wünschen nachgehen, ohne dass es Konsequenzen für das wirkliche Leben gibt. Es ist wie das Eintauchen in einen Roman oder in einen Film, nur viel echter. Virtual Reality mit allen Sinnen! Für den Rest des Lebens würde ich mich nicht an diese Maschine anschließen lassen, weil es eben nicht das echte Leben ist. Die meisten Menschen haben das Bedürfnis, das echte Leben zu leben, sich selbst und die Welt zu erkennen. Wir wollen richtige Freunde haben und nicht in einer Illusion leben.

 

Wir erleben eine fortschreitende Digitalisierung. Maschinen messen und wissen alles über uns. Dank unserer Spuren im Internet werden Kaufangebote individuell generiert und der perfekte Partner von Dating Apps wie Tinder und Parship ermittelt. Ähnelt dieses Szenario nicht dem Zustand den Nozick entworfen hat?

 

Die Tendenz geht schon in diese Richtung. Manche sagen sogar, dass diese Bedürfnisbefriedigungsmaschine, also die Algorithmen, dich irgendwann besser kennen, als du dich selbst. Und warum? Weil so am besten Produkte vermarktet werden können! Deswegen sammelt man ja Daten. Der Algorithmus sendet uns Angebote, von denen er glaubt, dass wir sie sehen möchten. Spannend wird es dann, wenn wir die Google Brille öfters tragen und aus der „Virtual Reality“ eine „Augmented Reality“ entsteht. Das bedeutet, dass die Realität mit bestimmten Informationen angereichert wird. Realität und Virtualität vermischen sich dann, wenn mir aufgrund von Gesichtserkennung angezeigt wird, wer in meinem direkten Umfeld Single ist und welche Jobs die Leute haben. Dann kommen wir in eine Welt hinein, in der alles vermessen wird. Dann wird es wirklich gefährlich.

 

 

Freiheit kann ja auch heißen, sich von den vielen Optionen überfordert zu fühlen und in ständiger Angst zu leben Entscheidungen zu treffen, die uns ins Unglück stürzen. Würde uns die entworfene Wohlfühlmatrix nicht von der Freiheit erlösen?

 

Ja, wir werden von der Last, uns zu entscheiden, befreit. Ich glaube es ist ein großes Bedürfnis diese Flut von Angeboten und die Komplexität zu reduzieren. Deswegen sind solche Apps, Programme und Algorithmen ja auch gut. Ich muss nicht das ganze Veranstaltungsprogramm von Zürich lesen, wenn mir Google den Hinweis gibt, dass heute Abend diejenige Band spielt, von der ich vor zwei Tagen auf Youtube einen Song gehört habe. Das macht das Leben einfacher. Ich würde aber trotzdem sagen, dass wir immer noch frei sind. Nur die Spielräume werden enger und die zufälligen Begegnungen weniger.

 

Sind wir frei, wenn wir uns frei fühlen?

 

Das wäre die eine Option. In der Philosophie nennt man das Kompatibilismus. Selbst wenn die Welt determiniert, also vorherbestimmt ist, kannst du immer noch frei sein. Einfach weil du deine eigenen Entscheidungen triffst, aus Überlegungen handelst und es sich frei anfühlt. Obwohl diese Überlegungen und alles andere vielleicht determiniert ist, sind es trotzdem deine eigenen Entscheidungen. Du bist nicht fremdbestimmt wie ein Drogensüchtiger, der aus einem inneren Drang heraus handelt. Man könnte aber auch sagen, du hast immer noch die Wahl die digitalisierten Geräte abzuschalten und offline zu gehen.

 

In der heutigen Zeit optimieren die Menschen ihren Körper und ihren Geist alle freiwillig. Wie empfindest du diese Entwicklung?

 

Es ist ein eindeutiger Trend, sich auf allen Ebenen zu optimieren und inszenieren zu müssen. Auf Facebook stellt man nur die besten Urlaubsfotos und Erfolge ein und präsentiert sich in einem optimalen Licht. Dadurch entsteht eine negative Spirale. Alle haben ein schlechtes Gefühl, weil sie nicht so gut und so schön sind wie alle anderen. Daran erkranken zum Beispiel viele Jugendliche. Die Spannung zwischen dem realen Ich, von dem ich weiß, dass ich so bin und dem Ich, das ich nach Außen präsentiere, wird riesengroß. Jede Anerkennung und jedes Lob, das ich bekomme, gilt dann nicht mehr mir, sondern meinem idealen Ich. Ich werde zwar für meine Leistungen und Inszenierungen gelobt, aber nicht für das, was ich wirklich bin. Viele stürzen dann in eine Depression. Es gibt aber auch einen Gegentrend hin zur Authentizität bei dem man sich so zeigt wie man wirklich ist.

 

 

Kann man vielleicht auch nur dann wirklich glücklich sein, wenn man die Kehrseite also das Unglück kennt?

 

Ja, das glaube ich schon. Das ist ja auch etwas, das gegen diese Maschine spricht. Erst wenn wir krank sind, spüren wir wie wichtig Gesundheit ist. Und beim Glück ist das ähnlich. Ich glaube aber, es gibt noch etwas anderes als Glück. Zufriedenheit hat meiner Meinung nach eher etwas Langfristiges. Es ist wie eine Grundfärbung, die sich durch das Leben zieht. Das hat auch etwas mit Anspruchslosigkeit zu tun und mit Freundschaft mit sich selbst. Man sollte sich selber annehmen und mögen wie man ist.

 

In Nozicks Maschine mangelt es uns an Autonomie und Authentizität. Inszenierte Identitäten in Social Media Kanälen, Schönheits-OPs und ständige Optimierungen lassen jedoch die Frage aufkommen, ob viele Menschen bereit sind, freiwillig diese Werte zu opfern um etwas zu erlangen, das man Glück nennt?

 

Wir sind einfach süchtig nach Anerkennung. Hinter dieser Gefallsucht verbirgt sich der Versuch, den Selbstwert durch Lob von außen zu steigern. Viele versuchen auch einfach eine innere Leere zu füllen. Sie mögen sich selbst nicht und kompensieren dieses Gefühl im Außen. Das funktioniert aber nicht. Die Stoiker meinten einmal, dass du dein Glück nicht von Dingen abhängig machen sollst, die du nicht unter Kontrolle hast. Lob von außen und Erfolg sind alles Dinge, die von dem einen auf den anderen Tag weg sein können und wenn man sich darüber definiert, hat man alles verloren.

 

Die Digitalisierung hat natürlich auch viele Vorteile. Nehmen wir einmal an, dass in Zukunft Roboter die meiste Arbeit erledigen. Dann hätten wir viel mehr Zeit uns mit Gedankenexperimenten zu beschäftigen. Macht Philosophie vielleicht glücklich?

 

Am Anfang definitiv nicht! Das hat mit diesem Skeptizismus zu tun. Die Gewissheiten, die man hatte, brechen weg und das ganze Weltbild fällt zusammen. Man sieht, wie naiv man vorher gelebt hat und verliert den Boden unter den Füßen. Man verrennt sich auch in die Welt von verstorbenen Philosophen, definiert sich stark durch den Verstand, liest viele Bücher und vereinsamt. Aber mit der Zeit entsteht eine bestimmte Souveränität im Umgang mit Theorien und eine Gelassenheit gegenüber anderen Weltbildern und Meinungen. Man kann existentielle Krisen vorweg nehmen und sich wappnen, denn man hat schon einmal über den Tod und das Glück nachgedacht. Außerdem findet man sich in Diskussionen besser zurecht.

 

Welcher Philosoph hat dich am meisten geprägt?

 

Meine Dissertation habe ich über den österreichischen Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein geschrieben. Seine Art zu schreiben und die radikale Denkweise üben eine unglaubliche Faszinationskraft auf mich aus. Von ihm habe ich die Methode, nah an der Alltagssprache zu bleiben und auch vor philosophischen Scheinproblemen auf der Hut zu sein, die durch die Sprache entstehen. Es gibt ja diese Kinderfragen „Was macht der Wind, wenn er nicht weht?“ und in der Philosophie gibt es halt auch Fragen, die falsch gestellt sind, wenn man sie sich genauer anschaut. Ich würde daher sagen, dass ich analytisch geprägt bin. Von ihm habe ich die Herangehensweise bei einem philosophischen Problem zunächst die Begriffe zu klären.

 

 

Können Roboter denn auch irgendwann irgendwann Gefühle entwickeln, sich über Philosophie Gedanken machen und eigene Theorien aufstellen?

 

Das ist eine schwere Frage! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Wesen aus Metall, Silicium, Drähten und Chips irgendwelche Gefühle hat. Wenn ich mir aber vorstelle, dass dieses Wesen sehr menschlich aussieht, spricht, handelt, entscheidet und reagiert wie ein Mensch, dann würde ich mit dem amerikanischen Philosophen Daniel Dennett argumentieren, dass es Sinn macht, diesem Wesen Gefühle, Absichten und einen Willen zuzuschreiben. So kann man das Verhalten dann auch einfacher erklären und beschreiben. Dennett nennt das „Intentional Stance“, wenn man dieses Wesen so behandelt, als hätte es diese Eigenschaften. Ob es nun wirklich Gefühle hat, oder nur so tut, können wir nicht unterscheiden. Bei anderen Menschen können wir aber auch nicht mit Sicherheit sagen, wie das Innenleben aussieht und ob sie nicht vielleicht doch Zombies sind!

 

Es scheint, dass wir für die digitale Zukunft kaum positive Utopien haben. Sollten sich Philosophen nicht viel mehr in diese Themen einmischen?

 

Ja unbedingt, das sollten sie generell! Viele Philosophen neigen zumindest an der Uni dazu, im Elfenbeinturm zu bleiben. Soweit ich das wahrnehme, wird das aber besser. Immer mehr Ethikerinnen und Ethiker befassen sich mit Themen wie Roboterethik, Digitalisierung, Privatsphäre, Machtakkumulation bei Konzernen wie Google und Facebook. Wenn die Prognosen stimmen, dass in zwanzig, dreißig Jahren die Hälfte der derzeitigen Jobs wegfallen werden, muss man sich fragen, welche Alternativen es gibt und wie man dem Mittelstand hilft über die Runden zu kommen. Menschen braucht man dann nur noch für das, was nicht automatisiert werden kann, wie kreatives und komplexes Denken. Unser Verständnis von Arbeit wird verändert. Bestimmte Philosophen schlagen vor, das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen. Das halte ich für eine reizvolle Idee, die jedoch unglaublich radikal wäre. Die Frage ist natürlich, wie man das finanziert. In Finnland werden ja schon Experimente dazu gemacht um herauszufinden, welche Auswirkungen das konkret hat. Das ist wichtig, denn bisher wissen wir zu wenig über die Folgen.

 

Wie kann die Gesellschaft für solche Themen sensibilisiert werden?

 

Genau das versuchen wir mit der Sternstunde Philosophie! Wir hatten dieses Jahr bereits vier Sendungen zum Thema Digitalisierung. Unter anderem mit Yuval Harari, Historiker und Autor des Buches Homo Deus, oder auch mit dem Schweizer Literaten Jonas Lücher. Wir versuchen uns an diese Themen heran zu wagen und das Publikum zum Nachdenken anzuregen. Es ist die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten, diese komplexen Themen an die breite Öffentlichkeit zu bringen. Das Problem ist, dass alles sehr schnell geht. Google und Facebook diktieren die Regeln. Man kann heute nicht mehr sagen, dass man mit seinem Unternehmen nicht auf Facebook vertreten sein will. Dann erreicht man die Leute einfach nicht mehr. Bist du jedoch bei Facebook gibst du die Rechte an den Inhalten ab. Das ist ein Dilemma!

 

Lieber Yves, vielen Dank für dieses Gespräch!

 

 

Das Interview mit Yves Bossart führte Alexandra. Vielen Dank an Oscar Alessio (Fotograf), SRF und das Restaurant Rigiblick in Zürich.

Zur Person

Yves Bossart wurde 1983 geboren. Er studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Geschichte in Luzern, Zürich und in Heidelberg. In Berlin promovierte er an der Humboldt-Universität über das Thema „Ästhetik nach Wittgenstein“. 2014 erschien sein Buch „Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern – Philosophische Gedankenspiele“ im Karl Blesing Verlag. Seit Anfang 2017 moderiert er die „Sternstunde Philosophie“ auf SRF. Mit seiner Frau und seiner Tochter lebt der promovierte Philosoph und Lehrer für Philosophie in Zürich.

Yves Bossart

Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern

Philosophische Gedankenspiele

Genre: Sachbuch | Philosophie

Verlag: Blessing Verlag

ISBN: 978-3896675293

Erscheinungsdatum: 22. September 2016

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Preis: EUR 19,99

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