Museum für Naturkunde Berlin

Museum | 13.04.2018

Museum für Naturkunde Berlin


l.: Knut, r.: Ostflügel Nasssammlung | Foto © Carola Radke | Museum für Naturkunde Berlin

Berlin. Das Museum für Naturkunde liegt in Berlin Mitte und zählt zu den drei größten Naturkundemuseen Deutschlands. Das Gebäude in der Invalidenstraße wurde bereits im Jahr 1889 eröffnet, nachdem es nach Plänen des Architekten August Tiede erbaut wurde. Auf beeindruckenden ca. 6600 Quadratmetern präsentiert das Museum die Entwicklung des Lebens. Die zahlreichen seltenen und wertvollen Ausstellungsobjekte aus Zoologie, Geologie, Paläontologie und Mineralogie locken jährlich mehr als 600.000 Besucher an.

 

In der Eingangshalle des Museums wartet das Skelett des Brachiosaurus brancai.Das größte komplett aufgebaute Dinosaurierskelett weltweit erfreut sich bei den Besuchern größter Beliebtheit. Einst von Deutschen im heutigen Tansania gefunden, zählt es zu den weltweit größten seiner Art. Nach einer detaillierten Untersuchung im Jahr 2009 wurde allerdings festgestellt, dass das Skelett einer eigenen Gattung namens Giraffatitan zuzuordnen sein. In der Ausstellung sind unter anderem noch sechs weitere Dinosaurier zu sehen, sowie ein Exemplar des Urvogels Archaeoperyx. Diese fossile Übergangsform zwischen Dinosaurier und Vogel ist in einem Kalkstein für die Nachwelt festgehalten.

 

Archaeopteryx | Foto © Carola Radke | Museum für Naturkunde Berlin

 

Ein weiteres besonderes Highlight des Museums ist „Tristan Otto“, das Originalskelett eines etwa 66 Millionen Jahre alten Tyrannosaurus Rex. Seit Ende 2015 kann diese Leihgabe der beiden Mäzene Niels Nielsen und Jens Jensen im Museum bestaunt werden. Das Skelett wurde 2012 in den USA entdeckt und ausgegraben. Über Kontakte des Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin Prof. Dr. Johannes Vogel konnte es nach Berlin gebracht und ausgestellt werden.

 

Eine weitere große Ausstellung der heutigen Vielfalt der Lebensformen kann im Saal der „Evolution in Aktion“ bestaunt werden. Dort werden 3000 Tiere in der „Biodiversitätswand“ gezeigt. Die gezeigte Evolution begann etwa vor 3,5 Millionen Jahren und dauert bis in die Gegenwart an. Des weiteren können im Museum zahlreiche Minerale, Fossilien und Huftiere betrachtet werden.

 

Verschiedene 3D-Animationen machen die vergangene Welt lebendig und verzaubern vor allem die kleinen Besucher, wenn Allosaurus, Diplodocus und Co. durch modernste Technik wieder zum Leben erweckt werden. Im Treppenhaus des Gebäudes befindet sich eine Multimediainstallation, die die Entstehung der Erde und des Universums zeigt. Von einladenden Liegemöbeln aus kann die Geschichte unseres Kosmos entspannt beobachtet werden. Die begeisterten Besucher werden zurück bis in die Zeit des Urknalls entführt und lernen spielerisch nebenbei die Geheimnisse unseres Kosmos kennen.

 

Tristan | Foto © Carola Radke Museum für Naturkunde Berlin

 

Das Museum für Naturkunde Berlin befasst sich mit verschiedenen Forschungen. Nicht nur „Tristan“ wird hier auf den Zahn gefühlt und auf sein Alter, mögliche Krankheiten oder seinen Lebensraum untersucht. Neben Rekonstruktionen verschiedener Evolutionslinien, wird auch die frühe Entwicklung von Sonnensystemen nachgezeichnet. Das Museum erforscht die Erde und das Leben. Als innovatives Kommunikationszentrum möchten die Mitarbeiter den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialog um die Zukunft unseres Planeten fördern.

 

Das Museum lädt die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines besonderen Projektes namens „Bürger schaffen Wissen“ dazu ein, die Arbeit der Wissenschaftler zu unterstützen. Mücken sammeln, den Sternenhimmel beobachten und Kunstwerke beschreiben sind nur drei mögliche Optionen. Die verschiedensten Fachgebiete stehen zur Verfügung sich selbst mit einzubringen. Auf der unten genannten Webseite besteht die Möglichkeit sich ausgiebig mit den Angeboten näher zu befassen.

 

Weitere Informationen zu den Dauer- und Sonderausstellungen, aktuellen Öffnungspreisen und Eintrittskarten sind ebenfalls auf der offiziellen Webseite des Museums für Naturkunde Berlin zu entnehmen. Das Museum kann unter anderem über den gleichnamigen U-Bahnhof erreicht werden.

 

Website: www.museumfuernaturkunde.berlin/de

Adresse: Invalidenstraße 43, 10115 Berlin

 

Sauriersaal | Foto © Carola Radke Museum für Naturkunde Berlin