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Philosophicum Lech 2019

Logo Philosophicum Lech 2019 | Foto © si!-Kommunikation

Dieses Jahr findet das beliebte Philosophicum Lech vom 25. bis zum 29. September 2019 in Lech am Arlberg statt. Bereits zum 23. Mal lädt das Symposium das interessierte Publikum zum regen Austausch über philosophische sowie zeitgenössische Themen ein. Mit Blick auf das beeindruckende Alpenpanorama und lockerer Atmosphäre steht dieses Jahr das Motto „Die Werte der Wenigen. Eliten und Demokratie“ im Fokus. Die über 600 Gäste dürfen auf zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Gespräche und Erkenntnisse gespannt sein. Renommierte Philosophen, Autoren und Referenten aus verschiedenen Disziplinen treffen sich zu diesem Anlass jährlich in Lech, um sich gemeinsam mit dem Publikum über zeitlose sowie aktuelle Themen auszutauschen. Mit dabei sind unter anderem Journalist Alexander Grau, Philosoph Wolfram Eilenberger und Soziologe Michael Hartmann.

 

Univ. Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann wird auch dieses Jahr wieder wissenschaftlicher Leiter der Tagung sein. Zentrales Diskussionsthema ist das Verhältnis von Eliten und Demokratie, das für die Entwicklung und die Perspektiven einer modernen Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Den Eliten wird vorgeworfen, dass sie die Sorgen und Nöte der Menschen übersehen und den Kontakt zu ihnen verloren haben. Dadurch würden sie zur Spaltung der Gesellschaft beitragen. Auf der anderen Seite werden die Eliten in Schutz genommen. Schließlich garantieren sie den technischen, wissenschaftlichen, ökonomischen und moralischen Fortschritt. Doch wer zählt eigentlich zur Elite? Sind es die Spitzenpolitiker, Top-Manager, Meinungsführer und prominenten Intellektuellen? Wer gehört dazu und welche Werte teilen sie?

 

Das Philosophicum Lech fand zum ersten Mal im September 1997 mit 150 Teilnehmern statt. Ein Gespräch zwischen dem Bürgermeister Ludwig Muxel und dem Schriftsteller Michael Köhlmeier legte den Grundstein. Idee der Gründer war es, die Begeisterung für Philosophie einem breiten Publikum zu wecken. Neben philosophischen stehen auch kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexionen im Mittelpunkt. Lech konnte sich im Verlauf der Jahre als außergewöhnlicher Ort für dieses Symposium etablieren und es zu einem der bekanntesten seiner Art im deutschprachigen Raum machen. Fünf Tage lang werden verschiedene Vorträge und Diskussionen zu einem zuvor definierten Schwerpunktthema angeboten. Die wachsenden Besucherzahlen zeigen, dass das Programm gerne angenommen wird.

 

Impression Samstag Nachmittag Philosophicum Lech 2018 | Foto © Philosophicum Lech by Florian Lechner

 

Zum elften Mal wird dieses Jahr der Tractatus-Preis für philosophische Essayistik im Rahmen des Symposiums verliehen. Der mit 25.000 Euro dotierte Buchpreis wurde im Jahr 2009 in das Philosophicum Lech feierlich integriert, um philosophische Werke zu fördern. Die Idee dazu hatte einst der Schriftsteller Michael Köhlmeier. Den Tractatus-Preis erhalten Arbeiten, die ambitioniert und verständlich komplexe philosophische Fragen diskutieren und dadurch einem größeren Publikum zugänglich machen. Die Preisverleihung gilt als eine der Höhepunkte des Symposiums und wird immer freitagabends verliehen. Mäzene und Gönner, die namentlich unbekannt bleiben möchten ermöglichen diese Auszeichnung. Die Nominierungen erfolgten im Vorfeld durch die Schweizer Philosophin und Journalistin Barbara Bleisch, den österreichischen Philosophen und Autor Franz Schuh und den Deutschen Schriftsteller Michael Krüger.

 

Weitere Informationen über das Philosophicum Lech 2019, die Tickets, die Veranstaltungen, die Anmeldungen und das Rahmenprogramm, finden Sie auf der offiziellen Webseite. Es wird empfohlen sich rechtzeitig anzumelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt und das Symposium meist monate im voraus ausgebucht ist. Die Tickets können bereits seit dem 01. April 2019 online bestellt werden. Interessierte können außerdem die Vorträge des Symposiums jeweils im darauffolgenden Frühjahr im Buchhandel oder Online als Buch und CD erwerben.
 
Webseite: www.philosophicum.com
Thema: Die Werte der Wenigen. Eliten und Demokratie
Termin: Mittwoch 25. bis Sonntag 29. September 2019
Ort: Lech am Arlberg